Wie erwecke ich die Kundalini und warum?

Kundalini Yoga ist einer der 6 Hauptwege des Integralen Yoga und war das Thema unseres 2. Intensivwochenendes bei Yoga Vidya an der Nordsee. Kundalini Yoga umfaßt die Ansammlung und Lenkung von Prana, unserer Lebensenergie.
WARUM wollen wir die Kundalini erwecken?

Am Anfang waren Shiva, das reine Bewußtsein und Shakti, die kosmische Urenergie zusammen. Shakti trennte sich von Shiva und die OM Schwingung entstand, dadurch wurde zuerst der Raum erschaffen, dann entstand Luft, dann Wärme, dann Wasser und am Ende Erde. Diese kosmische Urenergie hat das Leben zur Entfaltung gebracht. Das kosmische Universum entstand, so heißt es in der Shiva- Shakti- Philosophie. Dieses Universum ist in Miniatur auch in unserem Körper zu finden.

Kundalini ist die Kraft die Shakti in unserem Körper zu Shiva zurückführt, um das Bewusstsein zu erweitern, um zu heilen und unerwünschte Umstände zu transformieren. Sie ist die Energie des Universums im Menschen, die göttliche Kraft, um unser Bewußtsein zu erweitern und um die Einheit mit dem Unendlichen, dem Absoluten zu erlangen. Kundalini heißt wörtlich übersetzt, die Aufgerollte, und wird deshalb oft als Schlange dargestellt. Sie schlummert in jedem von uns, am Ende der Wirbelsäule im Wurzelchakra, dem Muladhara Chakra.

Wie erwecken wir die Kundalini?

Damit die Kundalini erweckt werden kann und aufsteigen kann, muss unsere Lebensenergie, das Prana, ungehindert fließen und damit das geschehen kann, müssen wir unsere Energiekanäle, die Nadis, reinigen. Es gibt drei Hauptnadis, Sushuman: diese verläuft mittig der Wirbelsäule, Ida: sie verläuft links der Wirbelsäule, beinhaltet die weiblichen Aspekte und beeinflußt die rechte Hirnhälfte und Pingala: sie verläuft rechts der Wirbelsäule, beinhaltet die männlichen Aspekte und wirkt auf die linke Hirnhälfte. Pingala und Ida kreuzen sich an den Chakren. Chakren sind Energiezentren und sitzen in der Sushumna. Chakra heißt wörtlich Rad, wenn das Rad nicht blockiert ist und sich dreht, kann Prana ungehindert fließen und die Nadis reinigen. Es gibt 7 dieser Energiezentren, von oben nach unten aufgezählt sind es folgende:

  1. SAHASRARA CHAKRA, das Schädelchakra, hier befindet sich Shiva, daß reine Bewußtsein
  2. AJNA CHAKRA, das Stirnchakra
  3. VISHUDDA CHAKRA, das Kehlchakra
  4. ANAHATA CHAKRA, das Herzchakra
  5. MANIPURA CHAKRA, das Nabelchakra
  6. SVADHISTHANA CHAKRA, das Kreuzbeinchakra
  7. MALADHARA CHAKRA, das Wurzelchakra, am Ende der Wirbelsäule, hier befindet sich Shakti, die Schöpfungskraft. Im Wurzelchakra entspringen die 3 Hauptnadis (Sushumna, Ida und Pingala). Die Sushumna endet im Schädelchakra. Pingala und Ida enden an den Nasenflügeln. Die Ausstrahlungspunkte (Kshetra) der Chakren sind für uns oft besser wahrnehmbar. Über diese Austrahlungspunkte können wir mit unserem Gegenüber kommunizieren. Das Stirnchakra strahlt nach oben aus, das Wurzelchakra nach unten und die 5 anderen nach vorne. Wenn uns in bestimmten Momenten das „Herz aufgeht“, das „Bauchgefühl“ sich einschaltet oder uns die „Kehle zuschnürt“, spüren wir das entsprechende Chakra.

Techniken für die Erweckung sind:

  1. Hatha Yoga : längeres Halten der Asanas, intensives Pranayama, sattwige Lebenweise und Meditation
  2. Mandra Yoga: verwenden von bestimmten Silben
  3. Nada Yoga: mit Klang
  4. Yantra Yoga: durch Visualisierung
  5. Laya Yoga: durch Lichtauflösung

Meine ersten Erfahrungen mit Kundalini Yoga, fand ich sehr interessant, spannend, herausfordernd und anstrengen, aber es hat sich alles am Ende sehr gut angefühlt. Es begann morgens 6.00 Uhr mit intensives Pranayama (Atemübungen). Manche Atemübungen fand ich klasse und dann waren da auch welche die nervten und mich streßten, vor allem die Atempausen. Mir wurde bei der Wechselatmung auf einmal ganz heiß im Kopf und ich konnte mich nicht entscheiden, ob ich das angenehm finden soll oder nicht. Es hat mich verunsichert und auch leichte Angst stieg in mir auf, also habe ich pausiert. Später fand ich heraus das, dies eine Kundalini Erfahrung gewesen sein könnte. Nach dem Pranayama ging es weiter mit Meditation. Ich meditiere regelmäßig, jedoch eine Stunde still sitzen ist für mich eine Herausforderung gewesen. Ich weiß jetzt, daß meine Gedanken lange brauchen, um ruhig zu werden. Ich muss abwarten, sie vorbeiziehen lassen und dann kommt diese herrliche Stille. Nach der Meditation folgte eine Yogastunde, in der wir die Asanas (Körperhaltungen) bis zu 7 Minuten gehalten haben. Man ist in der Asana angekommen, geht im Geiste durch den Körper und kontrolliert, ob die Stellung richtig eingenommen ist und dann….. ist da Zeit, Zeit zum reinspüren und man entdeckt Dinge, die einem vorher nie aufgefallen sind. Man hat das Gefühl anzukommen und bei sich zu sein.

Ich habe für mich entschieden, daß ich auch zu Hause weiter diesen Yogaweg in meine Praxis integrieren werde. Vorerst übe ich die Wechselatmung auf 20 Minuten auszudehnen und meine Meditation regelmäßiger und länger zu paktizieren. Ich bin auf der Suche: „Wer bin ich?“ ,“Woher komme ich?“, „Wohin gehe ich?“ und „Was ist der Zweck des Lebens?“. Ich weiß, daß Yoga der richtige Weg für mich ist und damit hat meine Erweckung begonnen.

OM Shanti Dana 🙏🧘‍♀️

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