Mein spiritueller Weg

Seit ich mich zurückerinnern kann, haben mich spirituelle Dinge fasziniert. Doch meistens bekam ich diese, mit meiner Rationalität nicht in Einklang, mir fehlten Beweise. Ich hätte mir bei vielen Dingen gewünscht, daß sie stimmen. Nur zu glauben, daß sie stimmen, reichte mir nicht.

Ich habe mir gerne Kirchen angesehen und bestaunt, aber Gläubige habe ich belächelt. Dann kam eine Zeit, als ich mir oft nicht zu helfen wusste und ich wurde neidisch auf die, die an eine höhere Macht glaubten, weil ich sah, was sie bewirken kann, Beistand, Kraft, Halt und Mut in schwierigen Lebenslagen. Ich sehnte mich nach so einem Halt, den Freunde und Verwandte mir nicht geben konnten.

Ich machte mich auf die Suche und fand im Buddhismus erstmals Antworten und einen Weg. Was ist Leid? Warum leide ich und wie werde ich es los? Ich wollte “ gut “ sein. Ich litt unter den üblichen menschlichen Schwächen, zu lügen, Vorurteile zu haben, egoistisch zu sein, mich ärgern über andere, besitzen wollen….Ich wollte diese negativen Eigenschaften ablegen, weil ich darunter litt. Ich wollte die Kraft habe zu ändern was mir nicht gefällt und die Dinge, die ich nicht ändern kann, lernen anzunehmen. Doch zu erkennen, was kann ich ändern und was nicht oder besser gesagt, den Unterschied zwischen Vergänglichen und Unvergänglichen zu erkennen, ist und war eine Herausforderung. Ein Teil der Buddhistischen Lehre wurde fester Bestandteil meines Lebens, manches kam immer mal wieder an die Oberfläche und doch stieß ich an meine Grenzen und ich kam nicht weiter. Ich hab doch wieder gelogen, damit nicht schlecht von mir gedacht wurde oder meinen Sohn angeschrien, obwohl ich wusste das es ihn damit verletze und genau das war so schlimm, die Erkenntnis etwas Falsches getan zu haben, mich nicht unter Kontrolle zu haben, ließ mich aufgeben. Es war einfacher zu sagen, so bin ich halt oder so ist halt das Leben, als an mir zu arbeiten.

Dann kam Yoga in mein Leben und ohne mir bewusst zu sein, befand ich mich wieder auf dem spirituellen Weg. Ich bin überzeugt, das Alles in meinem Leben, mich hierher bringen sollte. Nach einem einschneidenden Erlebnis, gab Yoga mir den Halt den ich brauchte und ich lernte auf andere Weise, nämlich über bewusstes Erfahren. Ich lernte bei den Asanas los zu lassen, mich zu spüren. Beim Satsang öffnet sich mein Herz und ich will aus mir heraus Gutes tun, Karmayoga wurde zur Selbstverständlichkeit. Ich frage nicht mehr, was bekomme ich dafür, ich tue es einfach. Yoga wurde zum Bedürfnis.

Beim Satsang habe ich außerdem des Öfteren erlebt, das bestimmte Kirtans Emotionen auslösen. Ich wusste zum Beispiel nichts über Hanuman und trotzdem, bricht es aus mir heraus und ich weine und ein Gefühl von Wärme im Herzen entsteht, wie in einem Liebesfilm, wenn die Protagonisten endlich zusammen kommen. Genau dieses Gefühl tritt bei mir ein, wenn es um Hanuman geht. Ich wusste nichts über ihn und als ich seine Geschichte las, erkannte ich mich darin wieder. Ich habe meinen spirituellen Partner gefunden und damit auch mein Mantra. Diese persönliche Erfahrung, daß ein Mantra so eine Kraft auf mich ausübt und ich es auch nicht rational stoppen kann, war und ist überwältigend und ich bin überzeugt, daß da noch viel mehr passieren wird. Ich habe die Kraft von Yoga erfahren und lerne mich neu kennen. Ich habe den Beweis einer spirituellen Kraft erfahren. Yoga ist mein Weg, davon bin ich überzeugt.

Namaste, Dana

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