….Wege

Die 6 Yogawege im integralen (ganzheitlich) Yogasystem, sowie ich es erlerne, sind eine Anlehnung an den ursprünglichen Yoga und verfolgen das Ziel, die Werte aller 6 Yogawege gleichmässig in seine Leben zu entwickeln. Wie lauten die 6 Yogawege? Da wären:
Hatha Yoga = Yogaweg des Körpers. Er umfasst die gesamten Körperübungen, Atemübungen, Entspannung, Meditation und auch unsere Ernährung zählt dazu. Was wir essen und tun, wirkt sich auf unseren Körper aus und soll ihm nicht schaden, sondern stärken und dem eigentlichen Ziel dienen, für lange und intensive Meditation ausgerüstet und vorbereitet zu sein, um dadurch seinem wahren ICH näher zu kommen.
Kundalini Yoga = Yogaweg der Energie. Hier erlernt man seine Urkraft, die in jedem steckt, zu erwecken. Kundalini heißt “ die Zusammengerollte“ und wird als Schlange, die am unterem Ende der Wirbelsäule schlummert, symbolisiert. Sie soll durch bestimmte intensive und fortgeschrittene Asanas und Atemübungen erweckt werden. Bevor dies geschehen kann, muss der Körper yogisch gereinigt und gestärkt werden. Vorkenntnisse im Hatha Yoga sind hier unausweichlich. An dieser Stelle wird klar, daß alle Wege ineinander greifen und sich gegenseitig bedingen und wenn man Yoga leben will, bedeutet das, daß man alle Wege beschreiten muss.
Raja Yoga = Yogaweg der Achtsamkeit. Durch mentales Training und Meditation lernt man den Geist zu verstehen und die Gedanken zu besänftigen, um ganz bei sich anzukommen und zu spüren, den Körper wahrzunehmen, endlich Ruhe im Kopf zu haben. Das finde ich auch am Yoga so toll, da ich sowas von kopfgesteuert bin, genieße ich diese Zeit mit Yoga. Ich erlebe mich als Ganzes und das hat etwas heilsames, es tut mir gut und ich fühle MICH.
Jnana Yoga = Yogaweg des Wissens. Wer bin ich? Wo gehe ich hin und wie gehe ich dorthin? Ich glaub das wird mein schwierigster Weg. Begreifen, was nicht da zu sein scheint und doch da ist. Ich habe vor Kurzem mir das Hörbuch von Yogananda angehört. Er hat ein paar für mich unbegreifliche Dinge erlebt. Ich habe keinen Grund sie anzuzweifeln, weil Yogananda eine für mich glaubwürdige Persönlichkeit ist und doch lösen manche Stellen Zweifel in mir aus und ich war verstört und packte das Hörbuch bei Seite. Ich überlegte wie ich vorgehen soll und beschloss weiter zu hören und anzunehmen, denn kann ich was anderes behaupten?
Bhakti Yoga = Yogaweg des Herzens. Das ist die Hingabe zu etwas größerem. Man lässt die Gefühle fließen. Durch das Singen von spirituellen Liedern und durch Rituale öffnet man sein Herz. Diese Erfahrung ist schwer in Worte zu fassen. Meine erste Erfahrung habe ich beim Satsang im Ashram von Yoga Vidya Nordsee gemacht. Erst hat man das Gefühl, hier komplett falsch zu sein, aber 3 Atemzüge weiter, habe ich mich einfach darauf eingelassen, habe mitgesungen, mit geklatscht und es öffnet tatsächlich das Herz, obwohl ich keine Ahnung hatte, was ich da gesungen habe. Yoga ist keine Religion und akzeptiert jeden Glauben. Ich bin ohne Glauben aufgewachsen und je älter ich werde um so offener werde ich für Spiritualität in meinem Leben. Yogananda beschreibt in seiner Biografie zum Beispiel das Jesus ähnliche Erfahrungen gemacht haben muss wie er, vielleicht über einen anderen Weg aber mit dem gleichen Ziel. Alle was zählt ist, daß ich in diesen Momenten glücklich bin. Jetzt lerne ich auch die Bedeutung der Texte (Jnana Yoga). Das Ganesha Mantra hat mir Kraft gegeben und jetzt weiss ich auch warum, warum es in meinem Kopf auftaucht, wenn es schwierig wird in meinem Leben.
Karma Yoga = Yogaweg der Handlung. Es ist nicht wichtig, was wir tun, sondern wie und warum wir etwas tun. Es sollte zum Wohle aller getan werden ohne Erwartung. Jede Mutter betreibt Karma Yoga, sie tut alles zum Wohle ihres Kindes, ohne Erwartung. Ihre Liebe ist bedingungslos und selbstlos. Wenn alle Menschen Karma Yoga praktizieren würden, wäre unsere Welt ein ganzes Stück BESSER.

Namaste, Dana

1 Kommentar zu „….Wege

  1. Wunderschön geschrieben, jedes Wort mit soviel Hingabe und liebe .
    Ich bin so stolz auf dich
    Gruß Björn

    Gefällt 1 Person

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